Als Bildgegenstand werden die für das Bild ausgewählten Dinge und Erscheinungen und deren Zusammenhänge bezeichnet.
Als grundlegende Gestaltungsprinzipien kann man zwischen einer hohen Annäherung an die Wirklichkeitserscheinung und der Negation der Wirklichkeitserscheinung unterscheiden. Außerdem gibt es Bilder, die sowohl Gegenstände aus der Erfahrungswelt auch erfundene Gegenstände beinhalten oder ungewöhnliche Dingzusammenhänge zeigen.

Betonung des Erfahrungswertes
hohe Annäherung an die Wirklichkeitserscheinung
- Auswahl realer Bildobjekte und -situationen
- gewohnter gegenständlicher Zusammenhang
- Darstellung des Objekts in seiner Gesamtheit oder als Ausschnitt

Öl und Tempera auf Holz, 121 x 89 cm. Musée National d’Art Moderne, Paris

Öl auf Leinwand, 65 x 82 cm. Getty Center, Los Angeles.

Öl auf Leinwand, 133 x 237 cm. Gemäldegalerie Alte Meister, Dresden.
Kombination von Erfahrungs- und Erfindungswert
- ungewohnter gegenständlicher Zusammenhang:
- Verfremdungen
- Allegorisches, Metaphern
- Groteskes
- Symbolhaftes
- Zitate
- Eingliederung in eine übergeordnete inhaltliche Beziehung (Ideales, Fantastisches, Absurdes, …)

Tempera und Öl auf Karton, 84 x 66 cm. Munchmuseet, Oslo.

Öl auf Eiche, 117 x 162 cm. Königliche Museen der Schönen Künste, Brüssel.

Öl auf Leinwand, 349 x 777 cm. Museu Reina Sofía, Madrid.

Öl auf Leinwand, 55 x 66 cm. Privatbesitz.
Betonung des Erfindungswertes
Negation der Wirklichkeitserscheinung
- Auswahl unrealer Bildobjekte

Öl auf Holz, 54 x 72 cm. Lázaro Galdiano Museum, Madrid.

Acryl auf Leinwand, 100 x 130 cm. Privatsammlung.

